Ein Gedanke zu „Wolfgang Petrick, Melancholie

  1. Das Werk “Melancholie” des Künstlers Wolfgang Petrick zeigt im Vordergrund eine Frau voller Schmerz; das Tuch, mit welchem sie offensichtlich ihre Tränen getrocknet hat, ist nach oben geschoben und gibt ein Auge frei. Ihr Blick geht nach oben, als erhoffe sie sich von dort eine Antwort auf den verzweifelten Ruf ihrer Seele, der qualvollen Verstimmung entfliehen zu können. Petrick deutet damit die Zerrissenheit zwischen Trauer und Sehnsucht nach Licht an.
    Der Maler beschriftete sein Werk mit “Frau schneeweiß”, was als Blutleere, Verlust der Lebensenergie, farb- und lebloses Dasein in einem melancholischen Zustand ausgelegt werden kann.

    Im Hintergrund des Gemäldes ist zudem der Kupferstich “Melencolia I” aus dem Jahre 1514 von Albrecht Dürer angedeutet, das zugleich als Todesjahr seiner Mutter bekannt ist. Die Schwermut Albrecht Dürers dürfte sich durch den Verlust der Mutter noch verstärkt haben.

    Ausdrucksstark setzt sich der Maler Wolfgang Petrick mit dem seelischen Leid der Melancholie in seinem Werk auseinander.

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